Es gibt Wege, die kann niemand für uns gehen.
Entscheidungen, die nur in uns reifen können.
Richtungen, die leise rufen, lange bevor sie sichtbar werden.

Vertrauen in den eigenen Weg ist nichts, was man einmal „hat“.
Es ist ein innerer Prozess, der sich mit jedem Schritt neu zeigt.

Manchmal ist da Klarheit – ein Gefühl von Ja, das ist es.
Und manchmal ist da nur ein zarter Impuls,
der gegen den Lärm der Welt kaum zu hören ist.

Ich erlebe oft, dass Menschen glauben,
ihr Weg müsse von außen bestätigt werden,
durch Zustimmung, Erfolg, Sicherheit.
Aber der innere Ruf funktioniert anders.
Er folgt nicht der Logik des Verstandes,
sondern der Wahrheit der Seele.

Vertrauen heißt nicht, alles zu wissen.
Vertrauen heißt, den nächsten Schritt zu gehen –
auch wenn der ganze Weg noch im Nebel liegt.

Das Leben zeigt uns nicht immer die ganze Landkarte.
Aber es schenkt uns Zeichen, Begegnungen.
Und ein tiefes inneres Wissen: Hier geht’s lang.

Wenn wir beginnen, auf diese Stimme zu hören,
verändert sich unser Weg.

Nicht sofort, nicht ohne Zweifel, aber ehrlich, echt, stimmig.

Der eigene Weg ist kein Ziel, das man erreicht.
Er ist eine lebendige Beziehung zu sich selbst –
und zu dem, was uns ruft…